50er Jahre: Wenn Wärmedämmung ein Problem ist
01/2026. Retrocharme meets Wohnungsnot: In Frankfurt-Bornheim stocken wir ein hübsches 50er-Jahre-Wohngebäude auf und verzichten nach sorgfältiger Abwägung zusammen mit der Bauaufsicht auf eine Wärmedämmung des Bestandsgebäudes. Architektonisches Ziel der Aufstockung ist es, den für die damalige Bauzeit typischen Fassadencharakter beizubehalten und die Proportionen nicht zu verändern. Doch eine Dämmung des Fenstererkers, der sich über die gesamte Höhe erstreckt und dem Gebäude seine eindrückliche Bauhaus-Anmutung verleiht, ist technisch nicht realisierbar. Weiterhin sind die schlanken, langgestreckten Balkone aufgrund ihrer Maße für eine Dämmung schlicht zu schmal und würden entfallen. Die spezielle Ästhetik dieses Retro-Hauses wäre verloren. Und schließlich würde bei einer Fassadendämmung auch das große Wandbild mit Störchen zerstört werden.
Die Optik bleibt also trotz der Aufstockung erhalten:
4 Dachwohnungen in Holzbauweise werden auf den Gebäuderiegel gesetzt. Alle sind mit Parkett und Fußbodenheizung ausgestattet. Von den neuen Dach-Loggien wird sich den künftigen genossenschaftlichen Mietern der 2-Zimmer-Wohnungen ein großartiger Blick über Bornheim bieten. Die Beheizung erfolgt klimaneutral über eine Wärmepumpe ohne zusätzliche Gasreserve. Gedämmt werden Keller- und oberste Geschossdecke.
Bauherr: GWG – Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft der Heimatvertriebenen Frankfurt (Main) eG
Baustart: März 2026
Objektadresse: Ilbenstädter Straße 24 + 26, Frankfurt am Main
Planung + Beratung: EHK Architekten